Lieber Freundeskreis!

Wahrscheinlich habt ihr aus der Presse bereits vernommen, dass es in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise Schwierigkeiten gibt, die Schausteller, den Wochenmarkt und die Gastronomie unter einem Hut zu bekommen. Für die Gastronomie gesprochen können wir sagen, dass das Weihnachtsgeschäft, mit die wichtigste Zeit für uns ist. Aufgrund der Quarantänezeit und aufgrund der stark reduzierten Anzahl der Sitzplätze, fehlt ein großer Teil vom Umsatz. Selbstverständlich hatten wir gehofft, unsere Aussenflächen in dieser Zeit nutzen zu können. Viele von uns haben nochmals tausende von Euros in Seitenwände, Heizstrahler etc. investiert, um die Gastfläche in der kalten Jahreszeit ein wenig zu erweitern. Das Weihnachtsgeschäft hilft uns, den Winter zu überstehen. Selbstverständlich verstehen wir auch die Schausteller. Diese Herrschaften sind ebenfalls auf den Umsatz angewiesen: es gibt ja auch nur eine Weihnachtszeit.

Daher haben sich gestern, auf Bitte der Altstadt-Gastronomen hin, alle Parteien im Rathaus getroffen, um einen Plan zu erarbeiten, wie wir vielleicht alle diese schwierige Zeit überstehen können. Selbstverständlich gab es keinen Streit und niemand hat auf den anderen „geschimpft“. Wir befinden uns alle im selben Boot und jeder hat Verständnis für die andere Partei. Um es jedoch Vorweg zu nehmen: es gab leider keine einvernehmliche Lösung, da die Planung bereits abgeschlossen sei. Laut Stadtverwaltung gibt es keine Alternativen und die Gastronomie wurde wortwörtlich „schlicht vergessen“ mit einzubeziehen. Das schmerzt schon, da wir ja auch das ganze Jahr über unseren Beitrag zum Flair und Ruf der Altstadt leisten. Weiden ist bekannt für seine einzigartige Altstadt-Gastronomie, sowohl regional als auch überregional. Da hätten wir uns gewünscht, mit einem höheren Stellenwert wahrgenommen zu werden.

Was ist nun das Ende vom Lied? Der Weihnachtsmarkt findet (zum aktuellen Stand) statt, muss jedoch so weit auseinander gezogen werden, dass er vom Unteren bis zum Oberen Tor geht und teils die Aussenflächen der Gastronomie verwendet werden muss. Ob das schön und sinnvoll ist, wird sich zeigen. Der Einwurf, ob in Corona-Zeiten nicht ein kleinerer, mit hauptsächlich regionalen Schaustellern besetzten Weihnachtsmarkt sinnvoller wäre, wurde abgeschmettert – man habe bereits vor Monaten rechtlich verbindliche Vereinbarungen getroffen. Man wollte (oder konnte) uns auch nicht mitteilen, wer von den Gastronomen letztendlich betroffen sein wird. Auf Anweisung von Herrn Bürgermeister Höher wird diese Information jedoch nächste Woche nachgereicht, damit wir zumindest ansatzweise planen können. An dieser Stelle ein vergelt´s Gott an Herrn Bürgermeister Höher für das kurzfristige und vor allem ehrliche Gespräch.

Eine gute Sache hat das Ganze jedoch. Dieser Vorfall hat dazu geführt, dass sich innerhalb von nur 24 Stunden, fast 30 Gastronomen zusammengefunden und ein gemeinsames Ziel verfolgt haben. Denn Gemeinsam ist man stark;) Klar hätten wir uns ein anderes Ergebnis gewünscht, aber dieser Zusammenschluss wird bleiben. Wir werden uns weiterhin austauschen und wir können künftig gemeinsam auftreten. Dies war vor ein paar Tagen noch undenkbar. Deine Gastronomen aus der schönen Weidener Altstadt.Café Ristretto GmbH, Egons La Bodega, Café Le Pere, Eis+++ Piccin gbr, Café Sicilia, Kir Royal, Café Frieden, Dragonskull, Bei Matteo, WAM No 1, Zimmer Nr. Zwei, Zum Kulbalzer, Piccola Venezia Eismanufaktur, Hänsel & Gretel, My-eXtra Weiden, Beanery, Barolo, Emilios Barberia, Pallas, L´Italiano, LaVita, ZOE, Edelweiss, Steaklounge, Heinzelmann, Bräuwirt, Yamas.

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